Finanzglossar

Betriebswirtschaftliche Definitionen, Fachbegriffe, Kennzahlen (KPI) und Modelle

Abbruchquote

Die Abbruchquote ist die Anzahl von Vertrags-Kündigungen im Verhältnis zum Kundenstamm und wird für eine bestimmte Periode berechnet.

Abschreibungen

Unter Abschreibungen versteht man die in der GuV ausgewiesenen planmäßgen oder außerplanmäßigen Wertminderungen von Vermögensgegenständen.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen auf der Aktivseite der Bilanz eines Unternehmens umfasst diejenigen Teile des Vermögens einer Unternehmung, die nicht zur Veräußerung bestimmt sind und die zum Aufbau sowie zur Ausstattung eines Betriebes nötig sind.

Erfasst im Anlagevermögen werden nur Aktiva, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb langfristig zur Verfügung stehen, im Gegensatz zum Umlaufvermögen, das dem Unternehmen nur kurzfristig dient.

Zum Anlagevermögen zählen:

  • immaterielle Vermögensgegenstände: Konzessionen und andere Rechte wie Patente, Lizenzen sowie der (derivative) Geschäfts- oder Firmenwert
  • Sachanlagen wie Grundstücke, Immobilien, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
  • Beteiligungen an anderen Unternehmen

Anzahl der Aktien

Die Anzahl der Aktien beziffert die Gesamtzahl der ausgegebenen und von Investoren gehaltenen Aktien.

Arbeitsauslastung

Die Arbeitsauslastung beziffert, zu welchem Grad die Beschäftigten einer Geschäftseinheit gegenwärtig ausgelastet sind.

Eine hohe Arbeitsbelastung (>100%) führt zu niedrigerer Motivation.

Auslastung

Die Auslastung ist eine wichtige Kennziffer im Dienstleistungssektor, wo oftmals bestimmte Ressourcen oder Kapazitäten eine Schlüsselrolle spielen.

Die Auslastung einer Schlüsselressource entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtbetriebs, bzw. der Geschäftseinheit.

Typische branchenspezifische Schlüsselressourcen sind etwa die Netzwerkkapazität von Telekomunternehmen, die Anzahl Betten in Hotelbetrieben, die Mannstunden in Beratungsunternehmen, oder z.B. die Kapazität im Bereich After Sales Service.

Die Auslastung einer Schlüsselressource wird in Prozent gemessen

Beschäftigte

Anzahl der in einer Geschäftseinheit tätigen Personen.

Betriebsergebnis

Umsatz vermindert um Steuern, Zinsen, Abschreibungen und sonstige Aufwendungen. Der Jahresüberschuss ist einer der wichtigsten Indikatoren eines Unternehmens zur Messung der eigenen Leistung, da das Streben nach Einkommen der Hauptgrund für die Existenz eines Unternehmens ist. Manchmal enthält das Betriebsergebnis einmalige und außerordentliche Erträge, jedoch nicht zwingend immer. Das Betriebsergebnis wird auch als Nettogewinn oder Reingewinn bezeichnet.

Bilanz

Die Bilanz ist ein Teil der finanziellen Dokumentation, die ein Unternehmen, auf Grund gesetzlicher Regelung, erstellen muss und beinhaltet eine tabellarische Gegenüberstellung aller Vermögenswerte eines Unternehmens (Anlagevermögen, Bargeld, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Fertigwaren) sowie des Kapitals (Eigenkapital, Fremdkapital), mit dem die Vermögenswerte finanziert wurden.

Bilanzsumme – Aktiva

Die Bilanzsumme ist die Summe der Aktiva in der Bilanz eines Unternehmens.

Bilanzsumme – Passiva

Die Bilanzsumme ist die Summe der Passiva in der Bilanz eines Unternehmens.

Bonität

Die Bonität (engl. Credit Rating) ist eine Einstufung, mit der die Banken die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens bewerten.

Beim von den Banken betriebenen Credit Rating wie auch dem von den Agenturen (z.B. Moody’s, Standard & Poor) angebotenen externen Rating werden mittels mathematisch-statistischer Verfahren Ausfallswahrscheinlichkeiten anhand von Ausfallsmerkmalen errechnet und in Ratingklassen eingeteilt, die mit Ratingcodes abgekürzt werden.

Beispielsweise steht AAA (englisch ausgesprochen: triple A) für höchste Bonität, C oder gar D dagegen für eine sehr schlechte.

In IndustryMasters werden die Credits Rating für jedes Unternehmen auf Basis der Interest Coverage Ratio berechnet. Je höher die Interest Coverage Ratio, desto besser die Bonität.

Interest Coverage Ratio = EBIT / Zinsaufwendungen

Bonitätsstufen (Credit Ratings) in IndustryMasters:

AAA optimal
AA gut
A+ gut
A gut
A- gut
BBB ok
BB+ ok
BB ok
B+ ok
B ok
B- ok
CCC schlecht
CC schlecht
C schlecht
D sehr schlecht

Cash Flow

Der Cash Flow eines Unternehmens ist der Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen innerhalb einer bestimmten Periode.

Die Kennzahl Cashflow ist ein wichtiger Indikator für das Innenfinanzierungspotenzials eines Unternehmens.

Der Cash Flow ist ein Erfolgsindikator, der beziffert, in welcher Höhe ein Unternehmen aus eigener Kraft finanzielle Mittel erwirtschaftet hat und ist ein wichtiger Indikator dafür, in welchem Umfang das Unternehmen in Zukunft Zahlungsüberschüsse erwirtschaften kann.

Nur bei einem positiven Cashflow kann ein Unternehmen seine Kredite aus den laufenden Umsatzerlösen zurückzahlen.

Bei der Berechnung des gesamten Cashflows einer Unternehmung werden zusätzlich Zahlungen aus Finanzierungs-, Investitions- und Ausschüttungsentscheidungen einbezogen.

Corporate Social Responsibility (CSR Policy)

Corporate Social Responsibility (CSR) wird auch als ‚Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung‘ bezeichnet und umschreibt den freiwilligen Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Die Europäische Union definiert Corporate Social Responsibility (CSR) als ein System, „das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“.

Stakeholder sind diejenigen gesellschaftlichen Gruppen, die mit dem Unternehmen in Beziehung stehen: Mitarbeiter, Kunden, Eigentümer, Gläubiger, Zulieferer, Staat und lokale Verwaltung.

Welche Vorteile können Unternehmen aus CSR-Aktivitäten ziehen ?

Aktivitäten im Bereich CSR sind für ein Unternehmen nicht zwangsweise, aber in der Regel auch mit Kosten verbunden. Gut durchdachte CSR-Maßnahmen können für ein Unternehmen durchaus ökonomische Vorteile nach sich ziehen, zB:
– Die Gruppe der CSR-sensitiven Käufer vergrößert sich kontinuierlich und gewinnt zunehmend an Einfluß auf die Nachfrage nach Produkten
– In den meisten Unternehmen, die hohe CSR-Standards pflegen, steigt auch die Mitarbeiterzufriedenheit, was sich meßbar auf die Arbeitsproduktivität auswirkt
– Hochqualifizierte Absolventen (High Potentials) orientieren sich bei ihrer Arbeitssuche zunehmend am CSR-Profil von Argeitgebern

CPGA

CPGA (Cost Per Gross Add): Marketingkosten pro Neukunde.

Die Costs Per Gross Add sind eine wichtige Kennzahl, die zum Beispiel von Versicherungen, Banken und Telekommunikationsunternehmen verwendet wird.

Für viele Dienstleistungen besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Höhe des Marketing-Budgets und der Annzahl Neukunden, die in einer Periode akquiriert werden. Viele Dienstleistungsunternehmen messen daher Ihre Marketing-Ausgaben im Verhältnis zur Anzahl ihrer Neukunden.

Deckungsbeitragsmarge

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem erzielten Umsatz und den variablen Kosten. Es handelt sich also um den Betrag, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.

Die Deckungsbeitragsmarge (DBM) gibt an, wieder Deckungsbeitrag (DB) im Verhältnis zum erzielten Umsatz steht.

Formel: DBM = (DB /Umsatz) * 100

Dividende

Dividenden sind Zahlungen, die von einem Unternehmen an seine Aktionäre getätigt werden. Es ist der Teil des Betriebsergebnisses, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

EBITDA

EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation, also Gewinn vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter.

Ziel dieser Kennzahl ist die Abbildung der Unternehmensleistung unabhängig von der Finanzierungsform, der regionalen Besteuerung und unterschiedlicher Bewertungsmethoden bei der Abbildung von Wertverzehr des Anlagevermögens. Sie dient zur Darstellung des Finanzierungspotentials aus der rein operativen Tätigkeit.

Effektive Kapazität

Die Effektive Kapazität kann mit der Zeit sinken, wenn man über längere Zeit im Bereich Capex/Maintenance verucht, Geld einzusparen.

Engisch: Effective Capacity

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist auf der Passivseite einer Unternehmensbilanz derjenige Vermögensteil, der nach Abzug sämtlichen Fremdkapitals (Kredite und andere finanzielle Verbindlichkeiten) übrig bleibt.

Im Gegensatz zum Fremdkapital umfasst das Eigenkapital diejenigen Mittel, die von den Eigentümern zur Finanzierung aufgebracht wurden oder die als Gewinn im Unternehmen belassen und nicht ausgeschüttet wurden.

Eigenkapitalrentabilität (ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität bezeichnet den Periodenerfolg eines Unternehmens in Beziehung zum Eigenkapital.

Die Eigenkapitalrentabilität ist eine relative Größe, die angibt, mit welcher Rate sich das während einer Periode eingesetzte Eigenkapital verzinst.

Je höher die Eigenkapitalrentabilität, desto besser ‚verzinst‘ sich die von den Inhabern gehaltene Eigenkapital.

Englisch: Return on Equity (ROE)

Einkünfte aus Gebühren

Einkünfte aus Gebühren

Banken bieten ihren Firmen- und Privatkunden in der Regel eine breite Palette an Dienstleistungen an. Diese reichen von der Finanzberatung in Bezug auf Erbschaften, über das Deponieren wichtiger Dokumente oder der Depotverwaltung von Wertpapieren, dem Vermögensmanagement bis hin zu Vermittlungsgeschäften bei Aktien u.v.m.. Üblicherweise werden für diese Dienstleistungen Gebühren erhoben, die nicht in Verbindung zu Zinssätzen stehen.

Einstellungen

Anzahl der Beschäftigten, die in der gegenwärtigen Periode eingestellt werden.

Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen

Geldmittel, die aus der Ausgabe neuer Aktien resultieren.

Fertigwaren

Die Güter eines Unternehmens, Rohstoffe und fertige sowie unfertige Erzeugnisse, die noch nicht verkauft wurden. Diese werden als liquide Mittel geführt, da sie sehr einfach in Bargeld umgewandelt werden können. Es gibt verschiedene Bewertungsmethoden für diese Art von Vermögenswerten, im Jahresabschluß wird jedoch meist konservativ, dass heißt zum niedrigsten Wert, bewertet.

Finanzierungs-Cash Flow

Unter dem Finanzierungs-Cash Flow (oder auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit) wird der Gesamtmittelzufluss und -abfluss aus der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung verstanden

Berechnung des Finanzierungs-Cash Flow:

+ Einzahlungen aus Zuführungen von Eigenkapital
– Auszahlungen an die Eigentümer
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
– Auszahlungen aus der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten

= Finanzierungs-Cash Flow

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wenn ein Unternehmen Produkte oder Serviceleistungen verkauft, stellt es diese üblicherweise zu vereinbarten Zahlungsbedingungen in Rechnung. Diese Zahlungsbedingungen können Zahlung bei Lieferung, Zahlung per Vorkasse oder Zahlung nach einer vereinbarten Frist sein. Eine vereinbarte Zahlungsfrist ermöglicht es dem Kunden sicherzustellen, dass Produkte oder Serviceleistungen vertragsgemäß geliefert bzw. durchgeführt wurden. Zusätzlich ermöglicht sie dem Kunden die nötigen, teils zeitraubenden, administrativen Prozesse zur Bezahlung der gelieferten Waren durchzuführen. Typische vereinbarte Zahlungzeitpunkte sind 30, 60 oder 90 Tage nach Erhalt einer Rechnung. Solange die Rechnungen nicht bezahlt sind, entstehen beim Verkäufer Forderungen und werden buchhalterisch auf das Konto gleichen Namens gebucht. Sobald eine Rechnung bezahlt wird, also ein Geldeingang auf dem Verkäuferkonto zu verzeichnen ist, werden die Forderungen reduziert. Ein hoher Forderungsbestand kann ein Hinweis für unzureichende Kontrolle der Aussenstände sein. Das Management sollte immer danach streben, die Summe der ausstehenden Forderungen möglichst klein zu halten, um selbst ausreichende liquide Finanzmitte für den Geschäftsbetrieb zur Verfügung zu haben. In vielen Geschäftsbereichen ist diese Steuerung jedoch wegen der üblichen Zahlungsbedingungen der Branche nur sehr eingeschränkt möglich.

In unserer Simulation können Sie den Forderungsbestand im Menue Forderungen steuern. Sollte ein Kunde die Zahlungsfristen gravierend überschritten haben, können Sie diese Forderungen an eine Kreditagentur übergeben, um die Zahlungen einholen zu lassen. Dies senkt die Kreditwürdigkeit Ihres Kunden und erhöht folglich Zinskosten, die er für Kredite zu tragen hat.

Fremdkapital

Das Fremdkapital eines Unternehmens umfasst sämtliche auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen mit Verbindlichkeitencharakter) gegenüber Dritten, also alle Mittel, die nicht vom Unternehmen selbst oder dessen Inhabern zur Verfügung gestellt wurden.

Zu den Verbindlichkeiten zählen Darlehen von Banken, Lieferantenkredite und Obligationen, zu den Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter z.B. Steuerzahlungen und Sozialleistungen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Gesamtkapitalrentabilität (ROA)

Gesamtkapitalrentabilität (ROA) = Jahresüberschuss / Aktiva x 100

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist eine Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge einer Rechnungsperiode zur Ermittlung des Unternehmensergebnisses und liefert eine Übersicht der Quellen des Ergebnisses. Die GuV ist Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses.

Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen werden aus dem Jahresüberschuss eines Unternehmens zum Ende des Geschäftsjahrs gebildet. Die Gewinnrücklage sind diejenigen Gewinne, die ein Unternehmen nicht ausgeschüttet, sondern einbehält.

Die Bildung der Gewinnrücklagen erfolgt also aus versteuerten Gewinnen. Sofern Jahresüberschüsse erwirtschaftet werden, besteht für Aktiengesellschaften ein Zwang zur Bildung einer gesetzlichen Rücklage, bis zu einem bestimmten Grenzwert.

Goodwill

Als Goodwill kann in der Bilanz die Differenz gebucht werden zwischen dem tatsächlich gezahlten Kaufpreis für ein übernommenes Unternehmen und dessen Buchwert.

Beispiel: Ein Unternehmen wird für 10 Millionen Euro übernommen, sein Buchwert beträgt jedoch nur 8 Millionen Euro. In diesem Fall wird in der Konzernbilanz der Buchwert des Unternehmens aktiviert sowie 2 Millionen Euro als Goodwill Position verbucht

Grundkapital

Das Grundkapital entspricht dem gezeichneten Kapital – demjenigen Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten einer Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern beschränkt ist.

Bei einer GmbH entspricht das gezeichnete Kapital dem Stammkapital einer Gesellschaft, bei Aktiengesellschaften dem Grundkapital.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassen die Aufwendungen, die bei der Herstellung eines Wirtschaftsguts im Unternehmen erbracht werden, und werden aus der Kostenrechnung abgeleitet.

In der Regel enthalten die Herstellungskosten die bei der Erzeugung eines Produktes angefallenen Materialkosten und Lohnkosten, nicht jedoch kalkulatorische Kosten und Vertriebskosten.

Investitions-Cash Flow

Der Investitions-Cash Flow (oder auch Cash Flow aus Investitionstätigkeit) ist die Differenz aus Ein- und Auszahlungen, die bei Investitionen anfallen. Dabei stellen Investitionen den Erwerb (oder die Veräußerung) von langfristigen Vermögensgegenständen dar, die nicht zum Umlaufvermögen gehören.

Berechnung des Investitions-Cash Flow:

+ Einzahlungen aus Anlageabgängen
– Auszahlungen für Anlageinvestitionen

= Investitions-Cash Flow

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss muß einmal jährlich erstellt werden und stellt die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens dar. Fällig ist der Jahresabschluß zum Ende eines jeden Geschäftsjahres, das in Deutschland in der Regel dem Kalenderjahr entspricht.

Hauptbestandteile des Jahresabschlusses sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluß dient der Ermittlung des ausschüttbaren Gewinnes, zur Rechenschaftslegung sowie zur Ermittlung der Steuerlast.

Kapazitätseinheiten

Unter Kapazität im betriebswirtschaftlichen Sinne verstehen wir das Nutzungspotenzial einer Produktionsstätte oder eines Dienstleistungsbetriebs bei 100 %iger Auslastung.

Der Wert für Kapazität Einheiten gibt an, wie viele Produkte oder Dienstleistungen mit der vorhandenen Kapazität hergestellt bzw erbracht werden können.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung dient dazu, Transparenz über den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens herzustellen und ist, neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz, eines der maßgeblichen Bewertungssysteme eines Unternehmens. Die Kapitalflussrechnung zeigt die Bewegung und Verfügbarkeit des Kapitals für und in einem Unternehmen über eine bestimmte Zeitperiode, meist für ein Geschäftsjahr, oft darüber hinaus auch für einen Monat und kumulativ. Die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln ist für die Bezahlung von Lieferanten, Personal und anderen Gläubigern essentiell für jedes Unternehmen. Folglich ist auch das Nachvollziehen von Geldströmen und die Vorschau auf den zukünftigen Bestand an Zahlungmitteln äußerst wichtig.

Kapitalrücklage

Kapitalgesellschaften sind zur Bildung einer Kapitalrücklage verpflichtet. In die Kapitalrücklage fließen insbesondere Beträge ein, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag hinaus erzielt werden (Agio/Aufgeld).

Kapitalrendite (ROI)

Die Kapitalrendite (ROI) bezeichnet den Periodenerfolg eines Unternehmens in Beziehung zum gesamten zur Verfügung stehenden Kapital (Eigen- und Fremdkapital).

Die Kapitalrendite ist eine relative Größe, die angibt, mit welcher Rate sich das während einer Periode eingesetzte Gesamtkapital verzinst.

Englisch: Return on Investment (ROI)

Kernkapitalquote

Die Kernkapitalquote ist das Verhältnis des Eigenkapitals einer Bank zu ihren risikogewichteten Vermögenswerten. Risikogewichtete Vermögenswerte sind die Summe aller Vermögenswerte, die von einer Bank gehalten werden und nach Ausfallrisiko gewichtet werden. Dieses Risiko wiederum wird mit Hilfe einer Formel ermittelt, welche durch die Regulierungsbehörden vorgegeben wird.

Kosten/Ertrags-Verhältnis

Diese Kennziffer ist eine zentrale Finanzkennzahl und zeigt an, wie das Verhältnis der Kosten eines Unternehmens zu seinen Einnahmen ist. Es wird berechnet indem die operativen Kosten durch das operative Einkommen geteilt werden. Es stellt die Umkehrung des EBITDA dar.

Berechnung: Operative Kosten/operatives Einkommen

Kreditausfälle

Einkünfte oder Verluste als Ergebnis des Operierens mit Kreditderivaten. Kreditderivate haben ein geschätztes Volumen von 24,3 Billionen US$ (nominal) mit einem Bruttomarktwert von 725 Miliarden US$ im Juni 2013. Ein weitverbreitetes Kreditderivat ist z.B. der „credit default swap“ (deutsch: die Kreditausfallversicherung). Üblicherweise genutzt um sich gegen Kreditausfälle zu versichern, wird sie jedoch ebenfalls für Spekulationsgeschäfte genutzt. Eine Kreditausfallversicherung oder Option ist einfach ausgedrückt der Austausch einer Gebühr gegen eine Zahlung, sollte ein Kreditausfall eintreten. Ein Investor erhält eine Gebühr vom Verkäufer eine Kreditrisikos. Der Investor tätigt keine Zahlung ehe nicht ein Kreditausfall eintritt. Wird diese Gebühr im Voraus bezahlt, so wird die Abmachung üblicherweise eine Kreditausfall-Option genannt. Wird die Gebühr über eine Zeitdauer bezahlt, so wird dieses Geschäft wahrscheinlich eher Swap- oder Tauschgeschäft genannt.

Kundeneinlagen

Kundeneinlagen im Privatkundengeschäft sind eine wichtige Finanzierungsquelle für Banken, die Kredite an Privat- und Geschäftskunden vergeben können. Auf einer höheren Ebene sind Einlagenzertifikate ein beliebtes Anlageprodukt bei konservativen Anlegern. Der Wert von Kundeneinlagen, die von einer Bank gehalten werden, ist eine weit verbreitete Maßnahme, um die Größe von Retail-Banking-Geschäften auf der ganzen Welt zu messen.

Kurzfristige Kredite

Banken müssen eine ausreichende Menge an liquiden Aktiva, wie Bargeld, halten, um mögliche Abhebungen von Kunden zu verwalten. Wenn eine Bank diese Liquiditätsanforderungen nicht erfüllen kann, muss sie am Interbankenmarkt Geld aufnehmen, um den Fehlbetrag zu decken. Diese Kreditaufnahme zu Tagesgeldsätzen zur Deckung eines Liquiditätsengpasses wird als Interbankenkredit bezeichnet.

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Unter kurzfristigen Verbindlichkeiten werden diejenigen Verbindlichkeiten zusammengefasst, die innerhalb maximal eines Jahres beglichen werden müssen.

Neben den kurzfristigen Krediten bei den Banken zählen hierzu die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, also Gelder, die ein Unternehmen seinen Lieferanten für Güter oder Dienstleistungen schuldet, die es auf Kredit erhalten hat.

Die Summe aus langfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt das Fremdkapital.

Lagerumschlag

Der Lagerumschlag ist ein Indikator für die Umschlagshäufigkeit der Einnahmen in Bezug auf den Lagerbestand.

Formel: Lagerumschlag = Einnahmen / Lagerbestand

Leverage Effekt

Der Leverage Effekt bezeichnet die Abhängigkeit der Rentabilität des Eigenkapitals vom Anteil der Fremdfinanzierung.

Ein positiver Leverage-Effekt tritt ein, wenn die Rentabilität des Gesamtkapitals größer ist als der Fremdkapitalzins. Mit Hilfe des Leverage (Hebel) erhöht sich die Eigenkapitalrendite bei steigender Verschuldung.

Der Effekt wird aber nur unter der Bedingung wirksam, daß zwischen der Gesamtkapitalrentabilität und dem Fremdkapitalzins eine positive Differenz besteht. Die Höhe dieser Differenz und das Ausmaß des Verschuldungsgrades stehen in positiver Korrelation zur Wirkung des Leverage-Effektes.

Mit steigendem Verschuldungsgrad werden die Fremdkapitalgeber zusätzliche Mittel nur noch zu steigenden Zinssätzen herausgeben, wodurch sich der Leverage-Effekt stark abschwächt. Er kann sich auch umkehren (negativer Leverage-Effekt), die Eigenkapitalrentabilität negativ beeinflussen und in letzter Konsequenz die Unternehmensexistenz bedrohen. Dieses Ergebnis tritt dann ein, wenn die Differenz zwischen Gesamtkapitalrentabilität und Fremdkapitalzins so groß wird, daß die entstehenden Verluste nicht mehr aufgefangen werden können.

Liquiditätsüberschuss

Geldmittel die über die Mittel hinausgehen, die für den Geschäftsbetrieb notwendig sind.

Marktanteil

Der Marktanteil bezeichnet den Umsatzanteil am Gesamtmarktvolumen, den ein Unternehmen mit einem Produkt bzw. einer Dienstleistung in einem Marktsegment erzielt.

Mitarbeiterengagement

Das Mitarbeiterengagement ist ein Gradmesser für die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, dessen Werten und der Zufriedenheit mit der Arbeitssituation insgesamt. Ein engagierter Mitarbeiter achtet auf Gesamtzusammenhänge und versucht sich und seine Arbeit zu verbessern, um zur positiven Entwicklung des Unternehmens beizutragen. In dieser Simulation wird das Mitarbeiterengagement aus dem Verhältnis von Motivation und Qualifikation abgeleitet.

Formel: Mitarbeiterengagement = (Motivationsgrad + Qualifikationsgrad) / 2

Motivation

Die Motivation der Beschäftigten steigt bei einem höheren Gehaltsniveau und bei zusätzlichen Trainingsmaßnahmen.

Umgekehrt sinkt die Motivation bei Gehaltskürzungen, beim Ausbleiben von Trainingsmaßnahmen sowie bei einer zu hohen Arbeitsauslastung.

Motivierte Teams arbeiten produktiv und effizient. Ein niedriger Motivationsgrad führt zu geringerer Produktivität und unzufriedenen Kunden und das Unternehmen benötigt für das gleiche Arbeitspensum mehr Mitarbeiter.

Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit bezieht sich auf die integrierte Betrachtung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte wirtschaftlichen Handelns.

„Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. “ Quelle: Rat für nachhaltige Entwicklung

Netto Zinsüberschuss

Erträge aus dem Halten von Barguthaben oder Termingeldern bei einem Finanzinstitut. Die Zinsen werden auf der Grundlage des annualisierten Zinssatzes berechnet, der mit der Institution vereinbart wurde, um Ihr Bargeld zu halten, der Laufzeit (Länge) der Einzahlung und der eingezahlten Summe.

Neukunden

Neukunden sind diejenigen Kunden, die in der Vorperionde hinzu gekommen sind.

Operativer Cash Flow

Der Cash Flow eines Unternehmens ist der Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen innerhalb einer bestimmten Periode.

Die Kennzahl Cashflow ist ein wichtiger Indikator für das Innenfinanzierungspotenzials eines Unternehmens. Nur bei einem positiven Cashflow kann ein Unternehmen seine Kredite aus den laufenden Umsatzerlösen zurückzahlen.

Der Operative Cash Flow ist eine Unterform des Cash Flows und ist eine Messgröße, welche Aufschluss über die Zahlungsüberschüsse aus der laufenden Produktions- und Absatztätigkeit der Unternehmung gibt.

Berechnung des Operativen Cash Flow:
Ergebnis (Jahresüberschuss) laut Gewinn- und Verlustrechnung
+ Abschreibungen Anlagevermögen
+/- Bestandsveränderungen
+ Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
– Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
+/- Erträge/Verluste aus Anlagenabgang
= Operativer Cash Flow

Produktlebenszyklus

Der Produktlebenszyklus (PLZ) ist ein Konzept, welches den Prozess zwischen der Markteinführung eines Produktes und seiner Herausnahme aus dem Markt umschreibt.

Die Lebensdauer eines Produktes wird in mehrere Phasen unterteilt. Im Laufe des PLZ steigen Umsatz und Gewinn zunächst an, erreichen im weiteren Verlauf ein Maximum bevor sie zum Ende hin wieder sinken.
Phasen des Produktlebenszyklus (PLZ):

Einführung: Zunächst steigt der Umsatz nur langsam, weil das Produkt noch relativ unbekannt ist. Die Produktion läuft auf 100%, doch der Vertrieb kann noch nicht alle Produkte absetzen, die ins Fertigwarenlager gehen. Daher steigt zunächst die Lagerreichweite. Durch eine Erhöhung des Marketing-Budgets können Sie den Abverkauf der Produkte beschleunigen.

Wachstum: Der Umsatz steigt zunehmend schnell, weil sich das Produkt im Markt etabliert hat. Auch wird Lager abgebaut, jeden Monat wir mehr Produkte abgesetzt als hergestellt. In der Wachstumsphase können Sie bei günstiger Marktlage den Preis für Ihre Produkt anheben.

Reife: Das Umsatzwachstum verlangsamt sich, bis ein Umsatz-Maximum erreicht wird. Diese Phase ist die profitabelste, weil Sie das Marketing-Budget niedrig halten und oftmals die Preise noch leicht erhöhen können.

Degeneration: Zunächst sinkt der Umsatz langsam, dieser Umsatzrückgang kann auch durch ein erhöhtes Marketing-Budget nicht mehr aufgehalten werden. Durch eine Erweiterung der der Produktionskapazität oder durch einen Re-Launch (Erneuerung bzw. Verjüngung des Produktes) der kann Reifegrad wieder gesenkt wird.

In einer IndustryMasters Simulation wird für jedes Produkt laufend der jeweilige Reifegrad im PLZ angezeigt.

Ein Reifegrad von +100% bedeutet, dass das Maximum des PLZ überschritten wurde und die Umsätze zu fallen beginnen, wenn nicht durch einen Re-Launch (Verjüngung des Produktes) der Reifegrad wieder gesenkt wird.

Kurzzyklische Produkte erreichen schnell einen hohen Reifegrad und bedürfen regelmäßiger Investitionen in die Erneuerung bzw. Verjüngung.

Qualifikation

Die Qualifikation der Beschäftigten resultiert aus den zuvor durchgeführten Trainingsmaßnahmen. Sinkt die Qualifikation im Zeitablauf, dann kann man durch eine Erhöhung des Trainings-Budgets gegensteuern und die Qualifikation wieder erhöhen.

Insbesondere dann, wenn viele neue Mitarbeiter eingestellt werden, sollte das Trainings-Budget erhöht werden, um möglichst schnell ein hohes Niveau der Mitarbeiterqualifikation zu erzielen.

Risikoaktiva

Bankmitarbeiter sind dazu verpflichtet, das mögliche Kreditausfallrisiko Ihrer Kunden zu analysieren, wenn sie Kredite für unterschiedliche Zwecke gewähren. Basel III Vorschriften verlangen von Banken die Einteilung ihres Kreditportfolios in Risikoklassen und die umgehende Anpassung der jeweiligen Vermögensbewertung – dies dient dem Zweck, dass im Falle einer Zahlungsverzögerung oder sogar eines Kreditausfalls die Bank mit einer ausreichenden Kapitaldecke ausgestattet ist, um ihre Geschäfte weiter zu betreiben. Dem Risiko des Kreditausfalls kann mit einer Kreditausfallversicherung entgegengewirkt werden.

Rohgewinn

Unter dem Rohgewinn oder Rohertrag eines Unternehmens wird die Differenz zwischen dem Umsatz und dem Waren- oder Materialeinsatz in einer Rechnungsperiode verstanden.

Skaleneffekte

Größenvorteile, die in Form von Kostenersparnissen bei wachsender Ausbringungsmenge auftreten. Wichtigste Ursache ist die sog. Fixkostendegression. Bei höherer Kapazitätsauslastung werden die Fixkosten auf eine größere Produktionsmenge aufgeteilt.

Begründet sind diese Vorteile auch durch produktivitätssteigernde Spezialisierung, durch Lernprozesse (zunehmende Erfahrung) oder durch Kapazitätsgrößenvorteile: Unteilbare Anlagen werden besser genutzt, oder Produktionsfaktoren können billiger beschafft werden.

Skaleneffekte treten auf, wenn die langfristigen Durchschnittskosten (Stückkosten) sinken, d.h. die Gesamtkosten nehmen langsamer zu als die ausgebrachte Menge.

In IndustryMasters Simulationen werden Skaleneffekte im Zusammenhang mit der Erweiterung der Produktionskapazität für ein Produkt wirksam.

Bei 1x Produktionskapazität entstehen die gleichen Fixkosten wie für 2x Produktionskapazität. Bei der Erweiterung einer Produktionskapazität von 1x auf 2x sinken die Fixkosten pro Einheit und somit enstehen Skaleneffekte.

Sonstiges Ergebnis

Die Position „sonstige Ergebnis“ in der Gewinn- und Verlustrechnung zeigt das Resultat der unternehmerischen Tätigkeit ohne Berücksichtigung des eigentlichen Kerngeschäftes (der ordentlichen Geschäftstätigkeit) an. In diese GuV-Position fließen i.d.R. Erträge ein, die nur gelegentlich anfallen.

Spread

Die Differenz zwischen der durchschnittlichen Rendite, die ein Finanzinstitut aus Krediten und anderen zinsbringenden Aktivitäten erhält, und dem durchschnittlichen Zinssatz, den es für Einlagen und Kredite zahlt. Die Nettozinsspanne ist ein entscheidender Faktor für die Rentabilität eines Finanzinstituts (oder dessen Fehlen).

Steuern

Steuern sind öffentliche Abgaben, die ein Gemeinwesen in festgesetzter Höhe erhebt.

Synergie

Synergien durch Verbundvorteile (Economies of Scope) treten dann auf, wenn die gleichzeitige Produktion verschiedener Güter in einem Unternehmen insgesamt billiger ist als die arbeitsteilige Erstellung jeweils eines Gutes in einer Unternehmung.

Dies trifft besonders auf Segmente zu, die sich ähneln oder überschneiden. Voraussetzung ist, dass solche Segmente identische Vertriebswege nutzen können, für die gleiche Zielgruppe zugeschnitten sind oder vergleichbare Produktionsprozesse durchlaufen. Im ersten Fall können sie gemeinsam vertrieben, im zweiten dazu noch gemeinsam kommuniziert und im dritten in der gleichen Produktionsstätte hergestellt werden.

In IndustryMasters Simulationen werden Economies of Scope als Synergie-Effekte abgebildet, welche erzielbar sind, wenn man mehrere Produkte fertigt, die zum selben Sektor (Branche) zählen

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen umfasst jene Vermögensgegenstände in der Bilanz, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen – im Gegensatz zum Anlagevermögen.

Zum Umlaufvermögen zählen Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Schecks, Kassenbestände, Bundesbankguthaben sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Umsatz pro Mitarbeiter

Umsatz pro Mitarbeiter, bezogen auf eine Geschäftseinheit. Ein höherer Umsatz pro Mitarbeiter signalisiert eine höhere Produktivität.

Verkauf von Anlagevermögen

Die Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens ist ein Verkauf, der in der Regel zu einem (Buch-) Gewinn-oder Verlust führt. Dieser ergibt sich aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und Buchwert des Vermögensgegenstands zum Zeitpunkt des Verkaufs.

Verkaufsmenge

Die Verkaufsmenge ist die Anzah der in der Vorperiode abgesetzten Güter bzw. Dienstleistungen.

Vollständiger Wettbewerb

In einem Markt herrscht Vollständiger Wettbewerb wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
1. Zahlreiche Anbieter und Nachfrager
2. Freier Marktzutritt
3. Homogene Produkte
4. Vollständige Informationen

In einer Marktwirtschaft, herrscht Wettbewerb zwischen einer großen Anzahl von Käufern und Verkäufern, die die Gelegenheit suchen Waren und Dienstleistungen zu kaufen und zu verkaufen. Der Wettbewerb zwischen den Käufer bedeutet, dass die Preise nie sehr gering werden, und der Wettbewerb zwischen den Anbietern bedeutet, dass die Preise nie sehr hoch steigen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn es so viele Käufer und Verkäufer, dass keiner von ihnen hat eine wesentliche Auswirkung auf das Gleichgewicht des Marktes hat.

Monopol – Ein Unternehmen, dass die folgenden Bedingungen erfüllt:
1. Es ist der einzige Anbieter in den Markt
2. Es gibt keinen Ersatz für das betreffende Produkt
3. Es gibt keine Bedrohung durch Wettbewerb

Natürliches Monopol – Ein Unternehmen mit einem solchen extremen economies of scale, dass, ab einer gewissen Kapazität, mehr und zu geringeren Kosten produzieren kann als irgendein kleinerer Wettbewerber. Generell zeichnet es sich durch einen Rückgang der durchschnittlichen Stückkosten aus.

Duopol – Ein Markt wird dominiert von zwei Firmen. Beide Unternehmen sind groß genug, um den Marktpreis zu beeinflussen.

Oligopol – Ein Markt wird dominiert von einer kleinen Zahl von Unternehmen. Zumindest einige dieser Firmen sind groß genug, um Einfluss auf den Marktpreis zu haben.

In IndustryMasters sind die 3 wichtigsten Bedingungen für perfekten Wettbewerb (Freier Marktzutritt, Homogene Produkte, Vollständige Informationen) gegeben. Die Zahl der konkurrierenden Unternehmen hängt von den Investitionsentscheidungen der Teilnehmer ab. Alle Wettbewerbs-Muster, wie Monopol, Duopol und Oligopol können in IndustryMasters Industrial Machinery auftreten. In jedem Fall wird die Gleichgewichtspreis wird durch die gesamtwirtschaftliche Angebot und Nachfrage Funktion für jedes Produkt laufend neu bestimmt.

Zahlungsmittel und -äquivalente

Unter Zahlungsmittel und -äquivalente werden der Kassenbestand, Guthaben bei Banken und Schecks zusammen gefasst.

Zentralbankkredit

Das Diskontfenster ist ein geldpolitisches Instrument (das in der Regel von den Zentralbanken kontrolliert wird), das es den Instituten ermöglicht, Geld von der Zentralbank zu leihen, um kurzfristige Liquiditätsengpässe aufgrund interner oder externer Störungen auszugleichen. Der von einer Zentralbank für solche Kredite erhobene Zinssatz wird Diskontsatz, Leitzins oder Repo-Satz genannt und unterscheidet sich vom Leitzins.

Zinsaufwand

Ausgezahlter oder (aufgelaufener) geschuldeter Betrag, als Ergebnis einer Kreditaufnahme (normalerweise von einem anderen Finanzinstitut). Die Berechnung des Auszahlungsbetrages basiert auf dem mit dem Finanzinstitut vereinbarten jährlichen Zinssatz, der Laufzeit des Darlehens und der Darlehenshöhe.

Zinseinkünfte

Einkommen, welches durch Barguthaben oder durch Termingelder bei einem Finanzinstitut erwirtschaftet wird, nennt man Zinseinkunft. Diese wird berechnet aus dem mit dem Finanzinstitut vereinbarten Zinssatz, der Dauer der Geldeinlage und der Höhe des zu verzinsenden Kapitals.

Zinssatz

Der Zinssatz ist ein in Prozent ausgedrückter Preis für geliehenes Kapital (Fremdkapital).

Günther Kober
Tel. +49 221 5540 5300